Eine Wanderung auf den Teide

Eine Wanderung auf den Teide

Der Blick auf das unendliche Meer, die Nachbarinseln La Gomera und Gran Canaria, haben sich eingebrannt. Genauso wie der gewaltige Schatten des Teides durch die tiefstehende Morgensonne.

Den Teide zu Fuß zu besteigen, war ein spektakuläres Erlebnis mit Nervenkitzel – denn  mit 3.718 Metern ist er der höchste Berg Spaniens.

 

Die Ausrüstung für den Teide-Aufstieg:

Wer den Teide auf eigene Faust besteigen möchte, sollte eine gute Kondition haben und nur in Begleitung wandern. Eine gute Wanderausrüstung ist für die Tour auf jeden Fall notwendig. Auf dem Vulkangipfel ist es sehr kalt (um Null Grad) und der Wind weht stark. Daher sollten diese Dinge bei deiner Teide-Besteigung nicht fehlen:

-Wanderschuhe, warme Kleidung, kleiner Rucksack, Stirnlampe, kleines erste Hilfe Päckchen und auch die Sonnenbrille / Sonnencreme kann ich nur empfehlen. Ausreichend Wasser und Essen ist genauso wichtig wie ein paar Wechselklamotten.

Wer sich wie ich den Aufstieg in zwei Etappen aufteilen möchte, kann eine Nacht im Refugio de Altavista schlafen. Die einfache Herberge mit drei Schlafräumen und 54 Betten liegt auf 3.260 Metern. Von dort sind es also nur noch 500 Meter und etwa 1,5 Stunden bis zum Gipfel. Vom Parkplatz beim Montaña Blanca (Kilometerpunkt 40,7 der Hauptstraße TF-21) wandert man knapp 2,5 Stunden zur Herberge. Wichtig zu wissen: Die Schlafräume öffnen erst ab 19 Uhr. Wasser und Essen muss man selbst mitbringen. In der Hütte ist das Leitungswasser nicht trinkbar und außer einem Süßigkeitenautomaten gibt es dort nichts. Die Schlafräume müssen um 7:30 Uhr spätestens verlassen werden und um 8 Uhr am Morgen schließt die Hütte.

Man sollte das Refugio frühzeitig reservieren, denn die Betten sind schnell ausgebucht. Ein Vorteil ist, dass man mit der Übernachtung im Refugio die Erlaubnis für die Besteigung der letzten Meter des Pico de Teide vor 9 Uhr erhält. Ohne diese Übernachtung bekommt man keine Erlaubnis zur Besteigung des Teide. Es sei denn man beantragt diese bei dem zuständigen Amt ( was umständlich ist ), oder bucht eine der vielen angebotenen Touren.

Nun aber zur eigentlichen Tour.  7.00 Uhr klingelte mein Wecker und nach einem schnellen Frühstück fuhr ich mit dem Auto auf einem kleinen Parkplatz “Sendero de Montaña Blanca”. Von da ging es zur Bergstation Altavista in 8 km Entfernung. Das letzte Stück bis zur Herberge war heftig. Eine riesige lange Wand stand vor mir. Es waren zwar nur knapp 1 km aber dafür umso steiler  und ich hatte keinen Plan wie ich diesen Abschnitt bewältigen sollte.

Nach knapp 2 h stand ich vor der Herberge und war froh es geschafft zu haben. Allerdings hatte ich am nächsten morgen auch noch ein gutes stück vor mir.  In der Herberge selber fand ich es recht schön, und man glaubt gar nicht wie viele Menschen aus anderen Ländern man gleichzeitig treffen könnte. Italiener, Franzosen, Engländer, Viele aus Kanada, den USA, Belgien, Schweizer ach und natürlich auch aus Sachsen, wie soll´s auch anders sein. 😉

Am nächsten morgen, quasi 5.00 Uhr raus aus dem Schlafsack, eine Katzenwäsche und ein kleines Müsli musste reichen. Mit Stirnlampe und dem Gepäck ging es dann in Richtung Gipfel. Jetzt war es schon richtig kalt und zeit für eine Mütze. Ja auch die Luft war schon sehr dünn so das man öfters mal eine Pause machen musste. Nicht zu vergessen die Schwefelgase waren ja auch noch vorhanden und taten ihr übriges.

Nach knappen 2 h war es dann soweit. 3718 m sind Geschichte und der harte Aufstieg vergessen. Wolkenfreier Himmel, klare Sicht und ein “nie vergessender Ausblick” waren der Lohn dafür.

Mein 4 Stündigen Abstieg über den benachbarten Pico Sur war dann nur noch reine Formsache aber genauso anstrengend wie grandios. Man kann schon sagen das diese Tage einzigartig waren. Nicht nur von dem Traumhaften Blick, sondern auch die Erkenntnis was alles machbar ist wenn man den Willen dazu hat.


Andreas Puschmann, Hochzeits-Portrait Fotografotograf aus dem Zwickauer Land und Gründer von meiner Fotostube.

Fotografieren bedeutet den Kopf, das Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.

Posted on: 27. Dezember 2019Andreas Puschmann

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